Wie spreche ich Kommunen / Kreise an?

Kommunen sind ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um Probleme der Infrastruktur geht – sei es rund um die Schule oder auch auf dem Schulweg (z.B. 30er-Zone, Zebrastreifen). Die Kommune kann zudem die Einrichtung einer Elternhaltestelle unterstützen bzw. muss mit Blick auf die Standortwahl und Ausweisung eingebunden werden, sobald diese eingerichtet wird.

Viele Kommunen verfügen heute zudem über Social Media-Kanäle, in denen das Thema sicherer Fußweg zur Schule thematisiert werden kann. Hier bedarf es zu einem guten Kontakt zu den zuständigen Ansprechpartnern in der Stadt / Kreis. In vielen Kommunen gibt es inzwischen auch den Bereich Mobilitätsmanagement.

Was kann gemacht werden?

In den Jahren 2017 bis 2019 wurde im Kreis Gütersloh Projekt „Lass(t) uns laufen – Weniger Elterntaxis an meiner Schule statt“ durchgeführt. Bei dem Projekt wurde das Schulwegkonzept „Verkehrszähmer“ wie der Einrichtung von Elternhaltestellen der Autoverkehr vor Schulen gemindert werden.  Alle Beteiligten wurden in das Projekt mit einbezogen und direkt angesprochen. Eine genaue Beschreibung des umfassenden Projekts inkl. Evaluierung findet sich hier:
Projekt „Lasst uns laufen“ Kreis Gütersloh 

 

Einige Schritte sind zur Einrichtung eines Walking Bus nötig. Was eine Kommune tun kann, beschreibt das Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW hier:
Zukunftsnetzwerk Mobilität Walking Bus

Ob der individuelle Ganz zur Schule, die Einrichtung einer Elternhaltestelle oder eines Laufbusses wie auch der Schulwegplan sind Themen in einem Praxisleitfaden für Kommunen zur Unterstützung von Kommunen, der von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern herausgegeben wurde:
Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern – Praxisleitfaden

 

Wer motivieren möchte zu Fuß zu gehen, sollte die sichersten Wege zur Schule kennen und kommunizieren. Hier gibt es Tipps, wie Schulwegpläne erstellt werden können – auch für Lehrer und Polizei interessant, je nachdem wer die Pläne erstellt:
Bast – Info Schulwegpläne 

 

Die kommunalen Polizeidienststellen mit ihren Verkehrssicherheitsberatern ist in Sachen Verkehrssicherheit und -prävention ein guter Ansprechpartner.

 

Im Kreis Kleve werden Geschwindigkeitsdisplays schon eingesetzt. Foto: KVW Kleve

Mobile Geschwindigkeitsdisplays sind schon in einigen Städten / Kreisen im Einsatz. Sie können kurzfristig und vorübergehend an schutzwürdigen Bereichen – wie in der Nähe einer Schule – eingesetzt werden. Die Autofahrer werden in den meisten Fällen über einen lachenden oder traurigen Smiley darüber informiert, ob sie zu schnell gefahren sind oder die gefahrene Geschwindigkeit im grünen Bereich liegt. In den kommenden Monaten werden in NRW weitere 17 dieser Geschwindigkeitsdisplays an die lokalen Verkehrswachten übergeben. Auf der Seite der Landesverkehrswacht finden Sie Verkehrswachten, die solche Geräte verleihen: Service Leihgeräte 

 

In einigen Kommunen in NRW werden in den kommenden Monaten Ampelschilder aufgehängt, die Standorte werden von den lokalen Verkehrswachten gemeinsam mit den Kommunen besprochen. Wenn Sie als Schule Interesse haben, dass diese Schilder in der Nähe ihrer Einrichtung aufgehängt werden, fragen Sie gerne bei Ihrer Verkehrswacht vor Ort nach, ob sie sich an diesem Projekt beteiligt. Wünsche werden gerne entgegengenommen. Eine Liste aller Verkehrswachten in NRW finden Sie hier: Verkehrswachten NRW.