Wie erreiche ich die Kinder?

Kindern tut es gut, wenn sie zu Fuß zur Schule gehen. Foto: Canva

Es sind die Kinder, um die es bei der ganzen Sache geht. Sie sind es, die zu Fuß zur Schule gehen sollen. Bewegung tut gut und fördert die Konzentrationsfähigkeit. Die Kinder sind es, die dadurch sicheres Verhalten im Straßenverkehr lernen. Sie sind es aber auch, die positiv auf die Eltern einwirken können, um eben nicht mehr mit dem Auto zur Schule gebracht zu werden.

Um den Kindern die Thematik mit ihren ganzen Facetten näher zu bringen, reicht nicht eine Schulstunde aus. Sie müssen an die Hand genommen werden. Die meisten Erstklässler hatten schon Verkehrserziehung in den Kindertagesstätten, auf dieser kann aufgebaut werden. Wie verhalte ich mich richtig im Verkehr? Warum ist es so gut für mich, wenn ich zu Fuß zur Schule gehe?

Es gibt Programme und Spiele, mit denen Kindern Spaß am Zufußgehen bekommen.

Wie erreiche ich die Kinder?

Spiele für den Unterricht:

Die Landesverkehrswacht Niedersachen hat das Spiel „Die supergeheime Bannzone“ auf den Markt gebracht. Es richtet sich an Kinder der Klassen 2 bis 4 und fordert diese mit Spiel und Freude zur nachhaltigen und aktiven Mobilität auf. Zentrales Element des Spiels ist ein fiktiver Bannkreis, der ca. 250 Meter um die Schule gezogen wird. An den Eingängen ist jeweils das Bannzonen-Kreidezeichen auf dem Boden angebracht. Innerhalb des Bannkreises bewegen sich die Kinder möglichst zu Fuß. Das Spiel eignet sich ideal für Klassenverbände und ist ab sofort auch über die Landesverkehrswacht NRW erhältlich: „Die supergeheime Bannzone“ – Infos der LVW Niedersachsen 

 

Das Zukunftsnetzwerk Mobilität hat mit den „Verkehrszähmern“ ein ganzheitliches Schulwegkonzept für Grundschulen entwickelt. Ziel ist, dass wieder mehr Kinder zu Fuß zur Schule gehen. Spielerisch lernen die Kinder dabei selbstständig, sicher und eigenverantwortlich mobil zu sein. Beim Verkehrszähmer-Konzept sammeln die Kinder täglich mit der ganzen Klasse Zaubersterne, wenn sie zu Fuß (oder mit dem Rad oder Roller) zur Schule gekommen sind. Hat die Klasse zusammen eine zuvor verabredete Summe an Zaubersternen zusammengetragen, werden diese für eine extra Spielstunde, einen gemeinsam angeschauten Film oder andere Aktivitäten eingelöst. Die Kinder werden so motiviert, zu Fuß zu kommen. Natürlich dürfen auch die Kinder einen Zauberstern beitragen, die zu Fuß von der etwas weiter entfernten Elternhaltestelle gelaufen sind:
Schulwegkonzept „Verkehrszähmer“ 

Eine von der LVW besuchte Grundschule, fördert das zu Fuß zur Schule gehen dadurch, dass jeder Schulweg der Erstklässler gemeinsam abgegangen wird. So sehen die Schüler, wer bei ihnen in der Nähe wohnt (um eventuell gemeinsam zu gehen) und wie sie selbst am besten zur Schule kommen. Für das Zufußgehen werden Sterne an jedes einzelne Kind vergeben, Vielgeher werden belohnt.

Alternativen zum individuellen Schulweg fördern:
Elternhaltestelle

Wird eine Elternhaltestelle eingerichtet, sollten die Kinder mit eingebunden werden. Werden in einer Klasse beispielsweise Spiele (s.o.) eingesetzt, bei denen für das Zufußgehen Punkte verteilt werden, ist die Motivation an einer Elternhaltestelle anstatt direkt vor der Schule auszusteigen größer. Mehr Informationen zur Elternhaltestelle gibt es hier.

 

 

Walking Bus

Der ADAC stellt ein Plakat zur Verfügung, in dem die Kinder die zu Fuß gelaufenen Kilometer eintragen können. Das fördert die Motivation jedes einzelnen Kindes dort etwas eintragen zu können. Auch kann sich hier jedes einzelne Kinde für den Klassenverband stark machen, indem es mit Kilometer sammelt:
Plakat ADAC Laufbus 

 

Sonstiges:

Ein kleines, virtuelles Spiel, um Kinder – auch außerhalb der Schulzeit – für den sicheren Schulweg zu sensibilisieren bietet die ADAC-Stiftung an:
ADAC-Stiftung Virtuelles Spiel 

Die ADAC-Stiftung hat ein digitales Pixi-Buch zum Thema „Sicher zur Schule mit Frieda und Felix“ herausgegeben, hervorgehoben wird der Walking Bus:
ADAC-Stiftung Digitales Pixi-Buch