Auf Nummer sicher!

Alkohol am Steuer?

Keine gute Idee!

Wer sich alkoholisiert hinter das Steuer setzt oder sich auf sein Rad schwingt, sollte sich einiger Dinge bewusst sein …

Wir versprechen, dass der Griff zur Wasserflasche danach viel leichter fällt.


Denn die Chance alkoholisiert ums Leben zu kommen, liegt alles andere als bei Null!

In den Nachtstunden am Wochenende passieren am meisten Unfälle, in denen Alkohol eine Rolle spielt.

In den Nachtstunden – besonders am Wochenende – liegt der Anteil getöteter junger Autofahrer weit über dem Durchschnitt. Eine der Hauptursachen sind die so genannten Discounfälle.

Am frühen Abend Vollgas geben und paar Bier und noch ein Schnäpschen – ist ja so schön klein – trinken, um später fahren zu können? Das ist keine gute Idee. Alkohol wird im Körper nur langsam abgebaut, nämlich 0,1 bis 0,15 Promille in der Stunde. Egal welche Tricks angewendet werden – vom Kaffee trinken bis hin zu fettem Essen – der Alkoholgehalt im Körper wird dadurch nicht vermindert.

Und bei jungen Fahrern gilt fürs Autos, Fahrrad und sonstige Verkehrsmittel: 0 Promille!

Die Wirkung von Alkohol wird oft unterschätzt – egal in welcher Altersgruppe. Eine ungefähre Vorstellung, wie viel Promille ich nach wie viel Bier habe, geben Promillerechner. Nur als Beispiel: Eine normalgewichtige, durchschnittlich große Frau liegt nach zwei Bier schon schnell über 0,5 Promille.

Wer ungefähr !!! wissen möchte, wie viel Promille er/sie nach wie viel Alkohol hat, kann dies ausrechnen.

Hier geht es zu den Promillerechnern.


Was passiert denn eigentlich mit meinem Körper unter Alkoholeinfluss?

Das Auge wird durch Alkoholkonsum empfindlicher.

Um es kurz zu machen: Das Auge wird lichtempfindlicher, das Sehfeld eingeschränkt, Entfernungen können nicht mehr richtig eingeschätzt werden, das Gefühl für Geschwindigkeiten wird beeinträchtigt und der „Tunnelblick“ sorgt für eine eingeschränkte Wahrnehmung. Zudem steigt die Risikobereitschaft, Bewegungskoordination, Gleichgewichtssinn und Reaktionsvermögen werden beeinträchtigt.


Wer fährt, trinkt nicht!

Wer Wasser trinkt, kann sich ohne Bedenken auch nach einer langen Nacht noch ans Steuer setzen.

Der Spruch „Wer fährt, trinkt nicht“ ist so einfach wie gut. Die Gefahr durch Alkohol am Steuer ist einfach zu groß. Es gibt genügend Alternativen. Die einfachste ist: Wasser trinken. In Großstädten bietet sich der Öffentliche Nahverkehr an. Denn auch auf dem Fahrrad oder dem Motorrad sowie den E-Tretrollern sollte sich jeder nur nüchtern begeben.

Trunkenheit am Steuer ist für den Fahrer wie auch die Beifahrer gefährlich. Deshalb sollte sich jeder überlegen, zu wem er ins Auto steigt. Alkoholisierte sollten im eigenen Interesse von einer Autofahrt abgehalten werden. Alkoholisierte Beifahrer sollten sich zudem ruhig im Auto verhalten und den Fahrer nicht ablenken.

Ein Tipp für Cliquen: Im Vorfeld planen, wer fährt. Der Fahrer trinkt Wasser und bringt die anderen auch nach einer langen Nacht sicher nach Hause.


NRW: 24 Tote in einem Jahr wegen Alkohol im Straßenverkehr

2020 nahm die Polizei in NRW 2.294 Unfälle auf, bei denen Alkohol am Steuer die Ursache war.

24 Menschen wurden 2020 in NRW wegen Alkohol im Straßenverkehr getötet.

Bundesweit kam es zu 31.540 Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss.


Es sind nicht nur alkoholisierte Autofahrer, die sich und andere gefährden

In 2019 waren 51,3  % aller alkoholisierten Unfallbeteiligten Pkw-Fahrer. 31,2  % waren Fahrradfahrer, 8,1  % Fahrer von motorisierten Krafträdern, 4,2 % Fußgänger und 2,6 % fuhren ein Güterkraftfahrzeug (Quelle: Destatis 2019).

Seit Sommer 2019 sind noch die E-Scooter hinzugekommen. Mit diesen passieren die meisten Unfälle zwischen 1 und 5 Uhr –  und meistens ist Alkohol im Spiel.


Risikobereiter sind junge Männer

Alkoholbedingte Verkehrsunfälle mit Personenschaden werden von jungen Fahrern fünfmal so viel verursacht wie von jungen Fahrerinnen. (Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)


Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, wenn ich erwischt werde?

Wer Alkohol trinkt und sich hinters Steuer setzt, riskiert seinen Führerschein.

Als Autofahrer

In Deutschland gilt eine Promillegrenze von 0,5. Für Fahrer unter 21 Jahre sowie Fahranfänger in der Probezeit liegt sie bei 0 Promille – wer in diese Gruppe fällt und erwischt wird, bekommt eine Geldstraße von mindestens 250 Euro und 1 Punkt in Flensburg, zudem wird die Probezeit auf vier Jahre verlängert und ein Aufbauseminar ist Pflicht.

 

Verstoß gegen die 0,5 Promille Grenze: 

  • beim 1. Mal: 500 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg, 1 Monat Fahrverbot
  • beim 2. Mal: 1000 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg, 3 Monate Fahrverbot
  • beim 3. Mal: 1500 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg, 3 Monate Fahrverbot

Wer den Verkehr unter Alkoholeinfluss gefährdet (und hier gilt schon die 0,3 Promille-Grenze) bekommt 3 Punkte in Flensburg, muss seinen Führerschein abgeben und bekommt eine Freiheits- oder Geldstrafe

Ab 1,1 Promille Alkoholgehalt im Blut gibt es generell drei Punkte in Flensburg. Außerdem wird der Führerschein entzogen und eine Freiheits- oder Geldstrafe wird verhängt.

Ab 1,6 Promille steht die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) an. Erst wer an dieser erfolgreich teilgenommen hat, kann seinen Führerschein wiederbekommen.

 

Achtung: Für Nutzer von E-Tretrollern gelten die gleichen Promillegrenzen wie für Autofahrer!

 

Als Radfahrer 

Die Promillegrenze für Radfahrer ist eine andere als für Autofahrer. Ab einem Wert von 1,6 Promille darf man nicht mehr aufs Rad steigen. Wer allerdings durch seine Fahrweise auffällt bzw. andere gefährdet, muss ab 0,3 Promille mit Sanktionen rechnen. Wer alkoholisiert Fahrrad fährt, kann seinen Autoführerschein verlieren. Eine Anordnung zur MPU ist ebenso möglich wie der Entzug der Fahrerlaubnis.

 

Wer mit mehr als 1,6 Promille Fahrrad gefahren ist, bekommt 3 Punkte in Flensburg, erhält eine Anordnung zur MPU und eine Geldstrafe.

Wer mit mehr als 0,3 Promille auffällig Fahrrad gefahren ist, erhält eine Strafanzeige.

Wer mit mehr als 0,3 Promille einen Unfall verursacht, erhält ebenfalls eine Strafanzeige.


Was es noch zu sagen gibt!

  • Etwa 20.000 Todesfälle jährlich werden in Deutschland allein durch Alkoholkonsum verursacht.
  • Fast jede dritte Gewalttat wird unter Alkoholeinfluss begangen.
  • Alkohol ist ein Zellgift, das jedes Organ des Körpers angreifen kann.
  • 3 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten 2018 eine alkoholbezogene Störung (Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen).
  • In Deutschland werden schätzungsweise 10.000 Kinder mit einer sogenannten Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) geboren.