Jugendverkehrsschulen machen junge Radfahrer sicher mobil

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Verkehrsminister Hendrik Wüst und Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, übergeben Räder und Helme an Schule in Nettetal

Verkehrsminister Hendrik Wüst (Mitte) übergab gemeinsam mit Klaus Voussem (re.,vorn), Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW, im Beisein von Landrat Dr. Andreas Coenen (li.), Nettetals Bürgermeister Christian Wagner (3.v.li.) und LVW-Direktor Burkhard Nipper (li., hinten) zwölf Räder und 30 Helme an Schulleiterin Susanne Dückers und Dieter Bach (re., hinten) von der Kreisverkehrswacht Viersen

Nettetal, 9.4.2019. „Die Jugendverkehrsschulen in Nordrhein-Westfalen leisten einen wichtigen Beitrag, damit unsere Kinder sicher mit dem Rad unterwegs sind“, sagte Hendrik Wüst heute in Nettetal. Dort übergab der Minister für Verkehr gemeinsam mit Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW, Räder und Helme an der Katholischen Grundschule Lobberich. In Anwesenheit von Landrat Dr. Andreas Coenen und Nettetals Bürgermeister Christian Wagner nahmen Schulleiterin Susanne Dückers und Dieter Bach von der Kreisverkehrswacht die Materialien für die Jugendverkehrsschulen im Kreis Viersen entgegen.
„Das Land hat die Mittel für die präventive Verkehrssicherheit auf 1,6 Millionen Euro in diesem Jahr erhöht. Das sind knapp 600.000 Euro mehr als 2017. Das ist gut angelegtes Geld, mit dem wir solche Aktionen wie heute unterstützen, die für mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger sorgen“, so Wüst.
Auch Klaus Voussem betonte die Bedeutung der Radfahrausbildung an Schulen: „Das Radfahren wird immer beliebter. Leider steigt damit auch die Zahl der Unfälle.“ Im vergangenen Jahr verunglückten laut Innenministerium 16.750 Fahrradfahrer; das sind elf Prozent mehr als 2017. „Wir müssen daher neben dem Ausbau der Infrastruktur auch die Schulungen und Prävention forcieren“, so der Vizepräsident der Landesverkehrswacht weiter. „Wie man sich sicher im Verkehr bewegt, sollte schon früh geübt werden. Die Radfahrausbildung und die Jugendverkehrsschulen bieten dafür eine hervorragende Grundlage. Hier können Kinder in einem geschützten Raum lernen ihr Fahrrad zu beherrschen. Sie lernen Verkehrsregeln kennen und üben das Miteinander im Verkehr.“
Die zwölf Räder und 30 Helme, die in Nettetal übergeben wurden, stehen stellvertretend für insgesamt 218 Räder, 511 Helme und 23 Sätze Nummernwesten, die bedarfsgemäß durch die Verkehrswachten an die Jugendverkehrsschulen in NRW verteilt werden. Finanziert wurden die Materialien vom Verkehrsministerium, der Landesverkehrswacht, den örtlichen Verkehrswachten, der Verkehrswacht Medien & Service-Center GmbH sowie der ABUS KG. Der Gesamtwert der Materialien beträgt über 104.000 Euro. Klaus Voussem dankte dem Ministerium und den Sponsoren sowie den örtlichen Verkehrswachten in NRW für ihren Einsatz.
Jugendverkehrsschulen können stationär oder mobil betrieben werden. Während auf festen Plätzen auf Straßen mit Zebrastreifen, Ampelkreuzungen und Kreisverkehren Fahrradfahren geübt werden kann, nutzen die mobilen Schulen die Pausenhöfe, um mit ihren Elementen einen Übungsparcours zu gestalten. Die örtlichen Verkehrswachten, die auch die meisten mobilen Schulen betreiben, unterstützen auch die Jugendverkehrsschulen mit der nötigen Ausstattung. Vielen stationäre Plätze werden von Kommunen oder Landkreisen mit Hilfe der Verkehrswachten betrieben.
Die Landesverkehrswacht setzt sich für die Schaffung und den Erhalt von Jugendverkehrsschulen ein. Gerade in Städten, in denen der Wohnraum knapp ist, gibt es leider immer wieder Begehrlichkeiten, diese Flächen anderweitig zu nutzen. Diese Tendenz sieht die Landesverkehrswacht mit Sorge.