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Jetzt mit i-Dötzchen den Schulweg üben

Düsseldorf, 19. Juni 2020. Wie genau der Schulbetrieb nach den Sommerferien aussieht, lässt sich aktuell noch nicht genau sagen. „Aber Eltern oder Großeltern von Erstklässlern sollten mit ihnen schon jetzt den Schulweg üben“, rät Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen.

In den Kindertagesstätten werden die Kinder und Eltern in der Regel gut darauf vorbereitet, wegen der Corona-Pandemie ist das aber in diesem Jahr nicht so gut möglich gewesen. „Da aber viele Kinder mit Eintritt in die Grundschule den Weg dorthin alleine gehen, sollte im Vorfeld geübt werden“, so Voussem, der dafür einige Tipps gibt. Wichtig sei es, den sichersten Weg zur Schule zu ermitteln. „Schulen besitzen in der Regel einen Schulwegplan, in dem diese Wege verzeichnet sind“, so Voussem. Er rät, den Weg mit  Kindern – am besten wochentags zur selben Uhrzeit wie zu Schulbeginn – mehrmals gemeinsam zu gehen und ihnen dabei das richtige Verhalten zu erklären. Dabei solle besonders auf Gefahren wie Toreinfahrten oder dass an einem Zebrastreifen nicht alle Autos immer halten hingewiesen werden. „Der Bordstein sollte immer als Grenze gesehen werden, an dem das Kind auf jeden Fall stehen bleiben muss“, so der Tipp vom Verkehrssicherheit-Experten.

Wichtig sei auch, dass das Kind ein Gefühl für die Geschwindigkeit entwickelt, das könne durch spielerische Einschätzung gelernt werden. „Gehen Sie auch auf die Gefahr Toter Winkel ein. Erklären Sie Ihrem Kind anhand eines stehenden Fahrzeugs, was das ist und dass der Auto- bzw. LKW-Fahrer es nicht unbedingt sieht, wenn es neben dem Fahrzeug steht“, rät Voussem.

Kurz vor Schulstart könnten sich Eltern bzw. Großeltern dann von dem Kind zur Schule führen und sich erklären lassen, worauf zu achten ist. Man könne das Kind auch alleine vorgehen lassen, ihm mit kleinem Abstand folgen und danach gemeinsam darüber sprechen, was es gut und auch noch nicht so gut gemacht hat. „In den dunklen Monaten sollte auf reflektierende Elemente am Tornister und helle, am besten auch reflektierende Kleidung geachtet werden“, sagt Voussem. Ohne reflektierende Kleidung ist ein Kind etwa aus 30 Meter Entfernung zu sehen, mit reflektierender Kleidung aus 150 Meter. „Zu Fuß zur Schule zu gehen ist für das Kind am gesündesten und es trägt dazu bei, dass Ihr Kind selbstständig wird“, sagt der Vizepräsident der LVW. Und wenn es dann doch mal das Auto sein muss: „Immer einen Kindersitz nutzen, egal wie kurz der Weg ist.“

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