Angebote für Autofahrer

Verbandkasten, Warnweste und Warndreieck sollten immer griffbereit sein

Am 15.7. starten in NRW die Sommerferien und viele Familien machen sich mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub. Doch vor dem Start sollten einige Dinge beachtet werden, um sicher und entspannt am Ziel anzukommen.

Zunächst einmal sollte der technische Zustand des Fahrzeugs gecheckt werden. Bremsanlage, Ölstand, Profiltiefe und Druck der Reifen, Kühlwasser, Blätter der Scheibenwischer, Füllstand des Wischwassers und Lichtanlage müssen vor Fahrtantritt überprüft werden.
Im Innenraum sollte für jeden Mitfahrenden eine Warnweste parat liegen. Schließlich ist es in vielen europäischen Ländern Vorschrift, dass jeder Insasse im Falle einer Panne oder eines Unfalls vor Verlassen des Fahrzeugs eine Weste anlegt. Auch den Verbandskasten und das Warndreieck sollte man nicht unter Gepäckbergen vergraben, sondern für den Notfall griffbereit halten. Was zu berücksichtigen ist, wenn man auf der Autobahn in einen Verkehrsunfall verwickelt ist, erfahren sie in diesem Faltblatt der Polizei Düsseldorf:

„Hinweise zum Verhalten auf Autobahnen bei Stau, Pannen und Verkehrsunfällen“

Die Fitness von Fahrerin oder Fahrer ist für eine sichere und entspannte Reise entscheidend: Wer sich unausgeschlafen ans Steuer setzt, läuft Gefahr Opfer des Sekundenschlafs zu werden. Daher sollte man nur ausgeruht losfahren. Wenn unterwegs erste Anzeichen von Müdigkeit auftreten, sollte der nächste Rastplatz angesteuert werden. Nach einem erholsamen Kurzschlaf kann es dann weitergehen. Und wenn die Reise länger dauert, empfiehlt es sich ein Übernachtungsstop einzulegen. Sonnenschutz, genügend Getränke und leichte Snacks sollten ebenfalls an Bord sein, wenn es losgeht.

Falls es unterwegs zu einem Stau kommt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Dazu fahren die Fahrzeuge in der linken Spur möglichst weit links, die in den anderen Spuren möglichst weit rechts. Wer trotz Stau keine Rettungsgasse bildet, kann belangt werden. Es drohen 200 Euro Strafe und zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Eine entspannte und sichere Reise und einen erholsamen Urlaub wünscht ihnen ihre Landesverkehrswacht!


Mit Rettungsgassen tun sich Autofahrer noch immer schwer. Auch das seit Herbst 2017 erhöhte Bußgeld hat noch nicht dazu geführt, dass Verkehrsteilnehmer bei Stau vorausschauend eine Rettungsgasse bilden. Mit 250 Bannern an Autobahnbrücken werben Verkehrs- und Innenministerium, Landesverkehrswacht, Autobahnpolizei und Straßen.NRW für mehr Rücksichtnahme.
Viele Verkehrsteilnehmer denken immer noch viel zu spät, oft erst wenn hinter Ihnen ein Martinshorn ertönt, an die Rettungsgasse. Nur 53 Prozent der Befragten in einer ADAC-Studie wussten überhaupt, dass sie bei Stau eine Rettungsgasse freihalten müssen. Nach einer aktuellen Umfrage im Auftrag der Johanniter-Unfallhilfe wissen sogar 64 Prozent der Führerscheininhaber in Deutschland nicht, wie eine Rettungsgasse bei einer dreistreifigen Straße zu bilden ist. Fehlende oder zu spät gebildete Rettungsgassen machen den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Notärzten und Räumfahrzeugen das Leben schwer. Neben der Gefahr für Unfallopfer trägt dies auch zur längeren Dauer von Staus bei.
Die 250 von der Landesverkehrswacht erstellten Banner wurden Ende März 2018 von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien bei Straßen.NRW an Brücken über der Autobahn montiert. Sie sollen ein halbes Jahr lang hängen bleiben. Die Herstellungskosten für die Banner in Höhe von 12.000 Euro kommen aus dem Etat für Verkehrssicherheit des Verkehrsministeriums.Seit der Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung im Oktober 2017 droht Verkehrsteilnehmern, die keine Rettungsgasse bilden, ein Bußgeld von mindestens 200 Euro. Im schwersten Fall sind eine Strafe von 320 Euro verbunden mit einem Monat Fahrverbot möglich.

Wie bildet man eine Rettungsgasse?


Wenn sich der Stau bereits gebildet  hat, ist es schwierig eine Rettungsgasse zu bilden. Man sollte bereits dann handeln, wenn man nur noch mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist. In dem nachfolgenden ADAC-Video wird erläutert, wie sich Kraftfahrer verhalten sollen, um zügig eine Rettungsgasse zu bilden.



Sicherheitsgurt anlegen!


Man könnte meinen, dass das Anlegen des Sicherheitsgurts für alle Autofahrerinnen und Autofahrer eine Selbstverständlichkeit sei. Doch leider verzichten nach wie vor viele Verkehrsteilnehmer auf den lebensrettendeen Stoffstreifen – besonders auf der Rückbank. Im Jahr 2018 waren 38 der in NRW tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer nachweislich nicht angeschnallt.
Die Landesverkehrswacht möchte daher mit diesem kurzen Video daran erinnern, wie wichtig Anschallen ist; egal, wo man im Auto sitzt und wie lang die Fahrt dauert!

Das Video kann hier heruntergeladen werden:


NRW mit Gurt


Dass eine Kampage wie „NRW mit Gurt“ nach wie vor notwendig ist, lässt sich an der Anzahl der nicht angeschnallten, tödlich verunglückten Fahrzeuginsassen ablesen. Allein in NRW waren es in 2016 30 getötete Fahrzeuginsassen, die nachweislich nicht angeschnallt waren.

Bereits seit einigen Jahren engagieren sich Polizei, Verkehrswachten und die Unfallkasse NRW gemeinsam mit der „NRW mit Gurt“-Aktion für das Anschnallen. Dabei kommen auch Spannbänder mit entsprechendem Aufdruck zum Einsatz. Besonders an stark befahrenen Straßen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich und erinnern die Fahrzeugführer an ihre Anschnallpflicht. Neben den Spannbändern werden Infoflyer – davon ein Teil in türkischer Sprache – bei der Aktion verteilt. Jedes Jahr werden die Autofahrer mit Spannbändern und Flyer an ihre Anschnallpflicht erinnert.

Fahrsicherheitstraining (SHT)


Vollbremsung, Ausweichmanöver auf nasser Fahrbahn, Slalom und Kurvenfahrt – mit diesen und weiteren Übungen können die Teilnehmer eines Fahrsicherheitstrainings ihr Fahrzeug besser kennen lernen. Außerdem ermöglicht es ihnen, das eigene Verhalten in Gefahrensituationen zu überprüfen, zu hohe Risikobereitschaft zu hinterfragen und falsche Selbsteinschätzungen zu korrigieren. Die Resonanz auf die von der Verkehrswacht angebotenen Trainings ist überaus positiv.

An den 899 PKW-Trainings, die die NRW-Verkehrswachten in 2018 durchführten, nahmen 9.037 Personen teil. Großen Zuspruchs erfreuen sich auch die Motorrad-Trainings: An den 174 Veranstaltungen in 2018 nahmen 1.772 Biker teil.

Mit dem Fahrsicherheitstraining steht der Verkehrswacht ein erprobtes und beliebtes Instrument zur Steigerung der Verkehrssicherheit zur Verfügung steht. Von den 21 Verkehrswachten in NRW, die ein PKW-SHT anbieten, verfügten 14 über einen festen Platz mit Installationen für das Training. 22 Wachten verfügten über eine Ausrüstung für mobile Trainings.

Auch die Berufsgenossenschaften machten in 2018 Gebrauch vom SHT-Angebot der Verkehrswachten. Fast alle übernahmen für ihre Mitglieder die Kosten eines Trainings komplett oder teilweise. Insgesamt absolvierten 4.173 Pkw- und 183 Motorradfahrende ein Fahrsicherheittraining. In Zukunft werden die Berufsgenossenschaften ihren Mitgliedern Gutscheine für Trainings ausstelle, die sie bei beliebigen Anbietern einlösen können.

Eine Übersicht über die Verkehrswachten, die ein Fahrsicherheitstraining anbietet, bietet die folgende Website: www.sicherheitstraining24.de