„Zu Fuß zur Schule ist besser!“

Ministerpräsidentin Kraft und Landesverkehrswacht NRW appellieren an Eltern

Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann (li.), Präsident der Landesverkehrswacht NRW, und Schulleiterin Melanie Gregrowicz (re.) zeigte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft den Erstklässlern der Henri-Dunant-Schule, worauf sie beim Überqueren der Straße achten müssen

Ministerpräsidentin Kraft (Mi.), LVW-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann (hinten, 2.v.re.) und LVW-Vizepräsident Werner Hartmann (re. hinten) appellierten an autofahrende Eltern, ihre Kinder nicht direkt vor der Schule abzusetzen. Wenn vorhanden, sollten Hol- und Bringzonen genutzt werden

Düsseldorf, 24. August 2016. 155.000 Mädchen und Jungen werden in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen eingeschult. Mit dem Start in einen neuen Lebensabschnitt wächst für die Erstklässler auch die Selbstständigkeit: Der Weg zur Schule und zurück ist häufig der erste, den die Kinder nach einer Eingewöhnungszeit ganz ohne Aufsicht von Erwachsenen bewältigen. Diese Erfahrung verleiht ihnen Selbstbewusstsein und macht sie auch auf anderen Wegen sicher.
Zum Schuljahresauftakt wandte sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft direkt an die Schulanfänger und -anfängerinnen in NRW: „Heute ist für Euch alle ein ganz besonderer und aufregender Tag. Und die gelben Kappen und Westen sind wirklich eine klasse Sache: Alle sehen sofort, dass Ihr jetzt richtige Schulkinder seid. Seid stolz darauf und tragt beides zumindest eine Zeit lang, damit die anderen Verkehrsteilnehmer euch besser sehen können.“ Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Schirmherrin der Landesverkehrswacht NRW, gab heute an der Düsseldorfer Henri-Dunant-Schule gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, dem Präsidenten der Landesverkehrswacht NRW, den Startschuss für die Aktion „Brems Dich! Schule hat begonnen“.
„Damit alle i-Dötze sicher unterwegs sind, müssen sich alle im Straßenverkehr besonders rücksichtsvoll verhalten. Dies gilt vor allem in der Nähe von Schulen, wo Autofahrer immer bremsbereit sein sollten“, appellierte Hannelore Kraft.
Die Landesverkehrswacht NRW fordert die Erziehungsberechtigten auf, ihr Kind möglichst zu Fuß zur Schule zu bringen. ”Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollte man mit dem Auto fahren“, so Prof. Brauckmann. Allerdings sollte man dann auf die Schülerinnen und Schüler Rücksicht nehmen, die zu Fuß kommen, und deshalb nicht direkt vor der Schule halten. „Viele Verkehrswachten haben mittlerweile in Zusammenarbeit mit den Schulverantwortlichen, der Polizei und der Kommune im Umfeld von Grundschulen sogenannte Hol- und Bringzonen eingerichtet. Von dort können die Kinder sicher zur Schule laufen. Diese 'Elternhaltestellen' entspannen die Situation im Schulumfeld deutlich.“
Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, sollte immer darauf achten, dass es auf der Fahrt korrekt im Kindersitz gesichert ist. Auch darf es nur zur Gehwegseite aussteigen, niemals zur Fahrbahn.

Bei der Aktion „Brems Dich!“ machen die Verkehrswachten in NRW die motorisierten Verkehrsteilnehmer mit Transparenten, Plakaten und Veranstaltungen auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer aufmerksam und werben für eine rücksichtsvolle Fahrweise. Bereits seit vielen Jahren werden sie dabei von der Unfallkasse NRW unterstützt, die die Aktion finanziell fördert.
Dass der Einsatz für die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer nach wie vor notwendig ist, zeigt der Blick in die Verkehrsunfallstatistik: In 2015 sind bei Verkehrsunfällen auf dem Schulweg in NRW 206 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren verunglückt, 37 von ihnen schwer. Ein Kind starb. Rechnet man die Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen hinzu, verunglückten im vergangenen Jahre 1.101 Kinder auf dem Schulweg.