NRW-Verkehrsunfallbilanz 2015 vorgestellt

Getötetenzahl auf Vorjahresniveau – mehr getötete Senioren, Fußgänger und Motorradfahrer

Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer hat im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 13 auf 83 zugenommen

Düsseldorf, 15.1.2016. NRW-Innenminister Ralf Jäger hat heute die Verkehrsunfallbilanz des Jahres 2015 vorgestellt. Demnach ist die Zahl der Verkehrstoten mit 521 gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben; in 2014 starben 522 Menschen bei Verkehrsunfällen in NRW. Einen markanten Anstieg der Getötetenzahl gab es bei den Senioren; aus dieser Altergruppe starben 173 Personen im Straßenverkehr, 14 mehr als im Vorjahr. Auch bei den Fußgängern musste ein Zuwachs der Getötetenzahl von 115 auf 123 registriert werden. Mit 83 erhöhte sich auch die Zahl der tödlich verunfallten Motorradfahrer gegenüber dem Vorjahr um 13 Personen. Die Zahl der Schwerverletzten ging gegenüber 2014 um 2,7% auf 13.159 zurück. Besonders betonte Jäger die Gefahr, die durch Ablenkung am Steuer entsteht. „Viele unterschätzen den kurzen Blick aufs Handy. Wer bei Tempo 50 für zwei Sekunden aufs Display schaut, fährt fast 30 Meter im Blindflug“, so der Minister. Man werde daher auch in Zukunft Verstöße konsequent ahnden. In 2015 hat die Polizei in NRW 146.000 Handy-Sünder fesgestellt, in 182 Fällen war Handynutzung Ursache für einen Unfall. Jäger fordert außerdem vom Bundesverkehrsminister klarere rechtliche Vorschriften, die die Nutzung von Mobiltelefonen im Straßenverkehr eindeutig einschränken.
Ausführliche Informationen über die Verkehrsunfallstatistik 2015 finden Sie hier:
Verkehrsunfallbilanz 2015