Info-Poster zur Rettungsgasse für Fahrschüler

5.500 Poster an NRW-Fahrschulen verschickt

Verkehrsminister Hendrik Wüst mit dem Rettungsgasse-Poster, das besonders in Fahrschulen eingesetzt wird.

In Kooperation mit dem Verkehrsministerium hat die Landesverkehrswacht NRW Poster erstellt, die anhand der Rechte-Hand-Regel erläutern, wie man bei einem entstehenden Stau eine Rettungsgasse bildet. Um die überwiegend jungen Fahrschülerinnen und Fahrschüler anzusprechen, wird die Erklärung in Form eines Chatverlaufs zwischen zwei Personen dargestellt. An der Verteilung der Poster im Format DinA2 beteiligten sich die Verkehrswachten, die Fahrlehrerverbände Nordrhein und Westfalen sowie TÜV Rheinland und TÜV Nord. Anlässlich der Verteilung der Poster hatte Verkehrsminister Hendrik Wüst zu Jahresbeginn die Verkehrsteilnehmer über die sozialen Medien noch einmal über die Rettungsgasse informiert.

Nach wie vor wissen viele Verkehrsteilnehmer nicht, wie und wann man eine Rettungsgasse bilden muss. Bei einer Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates vom Dezember 2018 wussten nur 75% der Befragten, dass die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links und die Fahrzeuge auf allen anderen Spuren nach rechts ausweichen müssen. Um sich dies leicht merken zu können, hilft die Rechte-Hand-Regel, bei der die Hand mit dem Rücken zum Gesicht gehalten wird. Der Daumen symbolisiert die linke Spur, die Finger alle anderen Spuren. Die Rettungsgasse verläuft zwischen Daumen und Zeigefinger.
Ein weiteres Problem: Nur 60% der Befragten wussten, dass man eine Rettungsgasse bereits bilden muss, sobald Fahrzeuge mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich im Stillstand befinden. Die restlichen 40% gaben an, erst eine Gasse bilden zu müssen, wenn sich Einsatzfahrzeuge von hinten nähern. Doch wenn Auto- und Lkw-Fahrer erst reagieren, wenn das Martinshorn zu hören ist, dauert es meist zu lang den Weg freizumachen. Gerade bei einem schweren Verkehrsunfall mit Personenschaden kann jede Sekunde zählen. Wer erst reagiert, wenn das Rettungsfahrzeug im Rückspiegel zu sehen ist, riskiert außerdem ein Bußgeld von mindestens 200 Euro und zwei Punkte in Flensburg.