Beste Schülerlotsin aus NRW ist Josephine Sauer

Verkehrsminister Groschek unterstreicht Bedeutung des Ehrenamts

Eröffneten gemeinsam den Schülerlotsenwettbewerb in der Leverkusener Bürgerhalle (v. l.): Jürgen Mathies, Polizeipräsident Köln, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident Landesverkehrswacht NRW, Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat, Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und Uwe Richrath, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen, mit Verkehrshelfern

Leverkusen, 1. Juni 2016. 30 Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW trafen sich heute in Leverkusen, um beim Schülerlotsenwettbewerb der Landesverkehrswacht NRW ihre Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Am besten schnitt dabei Josephine Sauer von der Kreisverkehrswacht Viersen ab. Beim Wettbewerb auf Bundesebene, der im Herbst in Fulda stattfindet, darf sie Nordrhein-Westfalen vertreten. Verkehrsminister Michael Groschek, der die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte, eröffnete den Wettbewerb in Leverkusen. „Ich bin vom Engagement der Jugendlichen beeindruckt. Ehrenamt kann gar nicht früh genug beginnen. Der Schülerlotsendienst ist seit über 60 Jahren Ausdruck für erfolgreichen Gemeinsinn. Ich kann alle Mädels und Jungen nur ermuntern, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen“, so der Minister. „Mit ihrer Präsenz im Schulumfeld sorgen sie für mehr Sicherheit und machen gegenüber den Autofahrern deutlich, dass die Straße ein gemeinsamer Verkehrsraum ist, in dem man Rücksicht insbesondere auf Schwächere nehmen muss.“ „Mit diesem Wettbewerb soll nicht nur die oder der Beste ermittelt werden“, erläuterte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht NRW. „Es geht uns auch darum, unsere Wertschätzung für den freiwilligen Einsatz der Jugendlichen auszudrücken. Mit ihrem Engagement setzen die Verkehrshelfer ein Zeichen, das hoffentlich viele weitere Schülerinnen und Schüler motiviert, sich ebenfalls für die Verbesserung der Verkehrssicherheit im Schulumfeld einzubringen.“ Nach einem schriftlichen Test mussten die Lotsen ein Rollenspiel absolvieren, bei dem Souveränität im Umgang mit schwierigen Verkehrsteilnehmern gefragt war. Bei der Geschwindigkeitsschätzung musste der Anhalteweg eines PKW errechnet werden. Außerdem wurde die Reaktionsschnelligkeit der Verkehrshelfer getestet. Unterstützt wurde der Wettbewerb von Chempark Leverkusen, der die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und für das Catering sorgte. „Schülerlotsen leisten ehrenamtlich Tag für Tag einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr; das verdient hohe Anerkennung. Wir unterstützen die Aktion der Verkehrswacht daher sehr gerne“, betonte Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat. Die Unfallkasse NRW, die den Schülerlotsenwettbewerb seit Jahren begleitet, hatte auch dieses Mal Geschenke für alle teilnehmenden Schülerlotsinnen und –lotsen zur Verfügung gestellt. In NRW sichern rund 3.700 Verkehrshelferinnen und Verkehrshelfer die Wege von Schulkindern. Laut Angaben des Innenministeriums ereigneten sich im vergangenen Jahr in NRW 1.139 Schulwegunfälle. Auf den Wegen, die von Verkehrshelfern gesichert werden, ereignete sich seit Einführung der Lotsendienste vor über 60 Jahren kein gravierender Unfall.