184.000 Testbögen für Radfahrausbildung an NRW-Schulen übergeben

Verkehrsminister Hendrik Wüst: Ausbildung an Grund- und Förderschulen ist Einstieg in die individuelle Mobilität

Übergabe der Radfahrtestbögen (v.l.): H. Müller, Vorsitzende Verkehrswacht Hagen, Schulleiterin B. Hoffmann, PHK M. Oehlke und C. Rabenschlag, Fachlehrer N. Deweer, U. Böhm, TÜV NORD, Verkehrsminister H. Wüst, Prof. J. Brauckmann, Präsident Landesverkehrswacht, E. O. Schulz, Oberbürgermeister Hagen, B. Nipper, Dir. Landesverkehrswacht, Dr. M. Schubert, TÜV Rheinland und Fachlehrer J. Doroschewski mit Kindern der Gebr. Grimm Schule.

Hagen, 31.10.2019. Im dritten und vierten Schuljahr steht neben Mathe, Deutsch und Englisch auch die Radfahrausbildung auf dem Stundenplan der Grund- und Förderschulen. Dabei üben die Schülerinnen und Schüler nicht nur die sichere Handhabung der Fahrräder. Auch verbessern sie ihre Motorik, ihre körperliche Fitness und sie beschäftigen sich mit Verkehrszeichen und -regeln, also dem Miteinander im Straßenverkehr. Damit sie im Rahmen der Ausbildung ihr gelerntes Wissen auch überprüfen können, erhalten sie von den 64 Ortsverkehrswachten in NRW die Radfahrtestbögen. Darin wird unter anderem abgefragt, wie man sich auf Radwegen verhält, wie ein verkehrssicheres Fahrrad ausgestattet sein muss oder was man an einer Kreuzung zu beachten hat. Finanziert wird der Druck der insgesamt 184.000 Bögen sowie ebenso vieler Fahrradpässe von TÜV NORD und TÜV Rheinland, dem Verkehrsministerium sowie den örtlichen Verkehrswachten.
An der Hagener Gebrüder Grimm-Grundschule nahm heute Schulleiterin Brigitte Hoffmann in Anwesenheit von Hagens Oberbürgermeister Erik Olaf Schulz einige druckfrische Exemplare von Verkehrsminister Hendrik Wüst, Uwe Böhm, Geschäftsleitungsmitglied von TÜV NORD, Dr. Matthias Schubert, Executive Vice President Mobilität TÜV Rheinland, und Prof. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht, entgegen.

„Die Radfahrausbildung an Grund- und Förderschulen ist deshalb besonders wichtig, weil sie den Einstieg in die individuelle Mobilität darstellt“, so Verkehrsminister Wüst. „Damit dies möglichst sicher gelingt, müssen die Kinder neben ihren Fähigkeiten auf dem Rad auch ihr Verkehrswissen testen können. So ist die Radfahrausbildung eine gute Vorbereitung für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr.“ Die Verkehrswachten liefern die Testbögen an die Schulen aus und geben den Kindern mit ihren mobilen und stationären Jugendverkehrsschulen die Möglichkeit im Schonraum zu üben.
„Die Basis für eine sichere Verkehrsteilnahme wird mit der Radfahrausbildung gelegt. Daher freuen wir uns, dass wir dazu einen Beitrag leisten können“, sagte Dipl.-Ing. Uwe Böhm, Mitglied der TÜV NORD-Geschäftsleitung. Auch Dr. Schubert von TÜV Rheinland betont die Bedeutung der Radfahrausbildung: „Für unsere Kinder ist Radfahren der Einstieg in die Mobilität. Sie sind die Autofahrer von morgen und können nicht früh genug für Verkehrssicherheit sensibilisiert werden. Wir von TÜV Rheinland finden diese Aktion klasse und unterstützen sie gerne.“ Auf die wachsenden Probleme, vor die die Lehrer bei der Radfahrausbildung gestellt werden, wies Landesverkehrswacht-Präsident Prof. Brauckmann hin: „Es ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Kinder außerhalb der Schule Radfahren lernen. Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, der Polizei und der Verkehrswachten wird damit immer wichtiger, wenn es darum geht unsere Kinder zu sicheren Verkehrsteilnehmern zu machen.“
Seit vielen Jahren stellen die 64 NRW-Verkehrswachten den Schulen sowie den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei Materialien für die Radfahrausbildung zur Verfügung. Außerdem betreiben sie mobile und stationäre Jugendverkehrsschulen, in denen das verkehrssichere Radfahren im Schonraum geübt werden kann. Wie wichtig die Radfahrausbildung ist, zeigt die Zahl der verunglückten Radfahrer; die ist in NRW im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Laut Innenministerium verunfallten in 2018 16.725 Radfahrer, 55 wurden getötet.