Angebote für Autofahrer
Winterreifen – sicher von Oktober bis Ostern
Seit dem 4. Dezember 2010 sind Winterreifen Pflicht! Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen. Auch Ganzjahresreifen fallen darunter. Sie sind mit einem M+S-Symbol gekennzeichnet, teilweise auch in Verbindung mit dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke (Alpine Symbol). Schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkw der Fahrzeugklassen M2, M3, N2 und N3) müssen auf den Antriebsachsen Winterreifen aufziehen.
Neben der Winterreifen-Pflicht wurde Ende 2010 auch eine Erhöhung der Bußgelder beschlossen: Das Fahren ohne Winterreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte kostet künftig 40, statt bisher 20 Euro. Bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer fallen 80, statt bisher 40 Euro an. Damit ist auch ein Eintrag eines Punktes im Verkehrszentralregister verbunden.

Bereits bei einer Temperatur von sieben Grad Celsius bieten Winterreifen auch auf trockenen Straßen ein deutliches Plus an Sicherheit gegenüber Sommerreifen. Daher sollte man auch in Gegenden, in denen selten mit Schnee und Eis zu rechnen ist, ab Oktober Winterreifen aufziehen. Die Reifen, die mindestens eine Profiltiefe 4 mm aufweisen müssen, sollte man bis Ostern fahren. Weitere Informationen zum Thema Winterreifen finden Sie auf der Homepage der Initiative ’Pro Winterreifen‘
Die Verkehrswachten in NRW unterstützen die Initiative mit Spannbänder, Info-Flyer und weiteren Materialien. Einige Verkehrswachten führen Bremstests mit Sommer- und Winterreifen durch, um den Unterschied ’erfahrbar‘ zu machen.
Fahrsicherheitstraining (SHT)
Vollbremsung, Ausweichmanöver auf nasser Fahrbahn, Slalom und Kurvenfahrt – mit diesen und weiteren Übungen können die Teilnehmer eines Fahrsicherheitstrainings ihr Fahrzeug besser kennen lernen. Außerdem ermöglicht es ihnen, das eigene Verhalten in Gefahrensituationen zu überprüfen, zu hohe Risikobereitschaft zu hinterfragen und falsche Selbsteinschätzungen zu korrigieren. Die Resonanz auf die von der Verkehrswacht angebotenen Trainings ist überaus positiv.
An den 949 Trainings, die die NRW-Verkehrswachten in 2010 durchführten, nahmen 9.709 Personen teil. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr verringert. Ebenfalls rückläufig zeigte sich die Zahl der durchgeführten Motorrad-Trainings: An den 134 Veranstaltungen nahmen in 2010 1.385 Biker teil. Im Vorjahr waren es noch 178 SHT mit 1.815 Teilnehmern.
Mit dem Fahrsicherheitstraining steht der Verkehrswacht ein erprobtes und beliebtes Instrument zur Steigerung der Verkehrssicherheit zur Verfügung steht. Von den 28 Verkehrswachten in NRW, die ein PKW-SHT anbieten, verfügten 20 über einen festen Platz mit Installationen für das Training. Zwölf Wachten verfügten über eine Ausrüstung für mobile Trainings.
Auch die Berufsgenossenschaften machten in 2010 Gebrauch vom SHT-Angebot der Verkehrswachten. Fast alle übernahmen für ihre Mitglieder die Kosten eines Trainings komplett oder teilweise. Bereits im Jahr 2006 hatte sich die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) dazu entschieden, ihren Mitgliedern Trainings anzubieten, die exklusiv von den Verkehrswachten durchgeführt wurden. Diese für fünf Jahre getroffene Entscheidung unterstreicht die hohe Akzeptanz, die die Verkehrswachten als SHT-Veranstalter genießen. Die beteiligten Wachten haben sich vertraglich verpflichtet, die von der VBG vorgegebenen Qualitätskriterien einzuhalten. Mittlerweile können sich die VBG-Mitglieder auf einer Internet-Präsenz mit Datenbank (www.vbg-fahrtraining.de) über das bundesweite SHT-Angebot der Verkehrswachten informieren und dort Trainings buchen.
Eine Übersicht über die SHT-anbietenden Verkehrswachten in Nordrhein-Westfalen bietet ein Flyer, der hier herunter geladen werden kann:
Download Video:MP4
NRW mit Gurt
Wie notwendig die vom NRW-Innenministerium initiierte Kampagen „NRW mit Gurt“ ist, lässt sich an der Anzahl der durch die Polizei festgestellten „Gurtverweigerer” ablesen. 404.846 Maßnahmen wegen Verstoß gegen die Insassensicherungspflicht mussten in 2010 durchgeführt werden. Dies entspricht einem leichten Plus von 0,8% gegenüber dem Vorjahr. 26 Fahrzeuginsassen, die in NRW in 2010 tödlich verunglückten, waren nachweislich nicht angeschnallt.
Seit dem Start der Kampagne ’ER hält alles – der Profi fährt mit Gurt‘ in 2009, die von Nationaltorhüter Manuel Neuer unterstützt wird, hat sich diese Zahl um mehr als die Hälfte reduziert.
Bereits seit einigen Jahren engagieren sich Polizei, Verkehrswachten und die Unfallkasse NRW gemeinsam mit der „NRW mit Gurt“-Aktion für das Anschnallen. Dabei kommen auch Spannbänder mit entsprechendem Aufdruck zum Einsatz. Besonders an stark befahrenen Straßen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich und erinnern die Fahrzeugführer an ihre Anschnallpflicht. Neben den Spannbändern werden Infoflyer – davon ein Teil in türkischer Sprache – bei der Aktion verteilt. Auch in 2010 werden die Autofahrer mit Spannbändern und Flyer wieder an ihre Anschnallpflicht erinnert werden.
Darüber kommen seit Sommer 2007 bei Polizeikontrollen auch sogenannte Schockvideos zum Einsatz, die in drastischen Bildern die möglichen Folgen von Fahren ohne Gurt vor Augen führen.

- Im Oktober werden in den Meisterbetrieben der KfZ-Innung kostenlose Lichttests durchgeführt (Foto: ProMotor)
Lichttest – sehen und gesehen werden
Im Jahr 2006 feierte der „Lichttest” sein 50-jähriges Bestehen. Die Initiative, die die KfZ-Innung durchführt und von den Verkehrswachten in NRW unterstützt wird, soll die Autofahrer motivieren, ihre Fahrzeugbeleuchtung zu Beginn der ’dunklen Jahreszeit‘ überprüfen zu lassen. In den Meisterbetrieben der KfZ-Innung können PKW-Fahrer im Oktober einen Lichttest kostenlos durchführen lassen.
In 2010 ging die Mängelquote zurück, und zwar von 37,1% im Vorjahr auf 35,7%. Hochgerechnet auf den gesamten PKW-Bestand des Landes bedeutet dies, dass in 2010 14,9 Millionen Fahrzeuge mit Mängeln an der Beleuchtungsanlage unterwegs waren. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, an der Überprüfung teilzunehmen.
Die überprüften PKW erhalten die bekannte Plakette, die kontrollierenden Polizeibeamten signalisiert, dass sich der Fahrzeughalter freiwillig um die korrekte Lichtanlage bemüht hat.
Weitere Ergebnisse und Informationen können auf der Website von Lichttest nachgelesen werden.






