Angebote für Autofahrer

Sicherheitsgurt anlegen!


Man könnte meinen, dass das Anlegen des Sicherheitsgurts für alle Autofahrerinnen und Autofahrer eine Selbstverständlichkeit sei. Doch leider verzichten nach wie vor viele Verkehrsteilnehmer auf den lebensrettendeen Stoffstreifen – besonders auf der Rückbank. Im Jahr 2016 waren 30 der in NRW tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer nachweislich nicht angeschnallt.
Die Landesverkehrswacht möchte daher mit diesem kurzen Video daran erinnern, wie wichtig Anschallen ist; egal, wo man im Auto sitzt und wie lang die Fahrt dauert!

Fahrsicherheitstraining (SHT)


Vollbremsung, Ausweichmanöver auf nasser Fahrbahn, Slalom und Kurvenfahrt – mit diesen und weiteren Übungen können die Teilnehmer eines Fahrsicherheitstrainings ihr Fahrzeug besser kennen lernen. Außerdem ermöglicht es ihnen, das eigene Verhalten in Gefahrensituationen zu überprüfen, zu hohe Risikobereitschaft zu hinterfragen und falsche Selbsteinschätzungen zu korrigieren. Die Resonanz auf die von der Verkehrswacht angebotenen Trainings ist überaus positiv.

An den 1.587 PKW-Trainings, die die NRW-Verkehrswachten in 2015 durchführten, nahmen 16.646 Personen teil. Großen Zuspruchs erfreuen sich auch die Motorrad-Trainings: An den 164 Veranstaltungen in 2015 nahmen 1.791 Biker teil.

Mit dem Fahrsicherheitstraining steht der Verkehrswacht ein erprobtes und beliebtes Instrument zur Steigerung der Verkehrssicherheit zur Verfügung steht. Von den 26 Verkehrswachten in NRW, die ein PKW-SHT anbieten, verfügten 15 über einen festen Platz mit Installationen für das Training. 23 Wachten verfügten über eine Ausrüstung für mobile Trainings.

Auch die Berufsgenossenschaften machten in 2015 Gebrauch vom SHT-Angebot der Verkehrswachten. Fast alle übernahmen für ihre Mitglieder die Kosten eines Trainings komplett oder teilweise. Bereits im Jahr 2006 hatte sich die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) dazu entschieden, ihren Mitgliedern Trainings anzubieten, die exklusiv von den Verkehrswachten durchgeführt wurden. Diese für fünf Jahre getroffene Entscheidung unterstreicht die hohe Akzeptanz, die die Verkehrswachten als SHT-Veranstalter genießen. Die beteiligten Wachten haben sich vertraglich verpflichtet, die von der VBG vorgegebenen Qualitätskriterien einzuhalten. Mittlerweile können sich die VBG-Mitglieder auf einer Internet-Präsenz mit Datenbank (www.vbg-fahrtraining.de) über das bundesweite SHT-Angebot der Verkehrswachten informieren und dort Trainings buchen.

Eine Übersicht über die SHT-anbietenden Verkehrswachten in Nordrhein-Westfalen bietet ein Flyer, der hier herunter geladen werden kann:

Bei winterlichen Straßenverhältnissen schreibt der Gesetzgeber seit 2010 entsprechende Bereifung vor. Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen, die mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sind
Winterreifen – sicher von Oktober bis Ostern

Seit dem 4. Dezember 2010 sind Winterreifen Pflicht! Als Winterreifen gelten alle M+S-Reifen. Auch Ganzjahresreifen fallen darunter. Sie sind mit einem M+S-Symbol gekennzeichnet, teilweise auch in Verbindung mit dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke (Alpine Symbol). Schwere Nutzfahrzeuge (Busse und Lkw der Fahrzeugklassen M2, M3, N2 und N3) müssen auf den Antriebsachsen Winterreifen aufziehen.

Neben der Winterreifen-Pflicht wurde Ende 2010 auch eine Erhöhung der Bußgelder beschlossen: Das Fahren ohne Winterreifen bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte kostet künftig 40, statt bisher 20 Euro. Bei Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer fallen 80, statt bisher 40 Euro an. Damit ist auch ein Eintrag eines Punktes im Verkehrszentralregister verbunden.

Bereits bei einer Temperatur von sieben Grad Celsius bieten Winterreifen auch auf trockenen Straßen ein deutliches Plus an Sicherheit gegenüber Sommerreifen. Daher sollte man auch in Gegenden, in denen selten mit Schnee und Eis zu rechnen ist, ab Oktober Winterreifen aufziehen. Die Reifen, die mindestens eine Profiltiefe 4 mm aufweisen müssen, sollte man bis Ostern fahren. Weitere Informationen zum Thema Winterreifen finden Sie auf der Homepage der Initiative ’Pro Winterreifen‘

 

Die Verkehrswachten in NRW unterstützen die Initiative mit Spannbänder, Info-Flyer und weiteren Materialien. Einige Verkehrswachten führen Bremstests mit Sommer- und Winterreifen durch, um den Unterschied ’erfahrbar‘ zu machen.


NRW mit Gurt


Wie notwendig die vom NRW-Innenministerium initiierte Kampagen „NRW mit Gurt“ ist, lässt sich an der Anzahl der durch die Polizei festgestellten „Gurtverweigerer” ablesen. 404.846 Maßnahmen wegen Verstoß gegen die Insassensicherungspflicht mussten in 2010 durchgeführt werden. Dies entspricht einem leichten Plus von 0,8% gegenüber dem Vorjahr. 26 Fahrzeuginsassen, die in NRW in 2010 tödlich verunglückten, waren nachweislich nicht angeschnallt.

Seit dem Start der Kampagne ’ER hält alles – der Profi fährt mit Gurt‘ in 2009, die von Nationaltorhüter Manuel Neuer unterstützt wird, hat sich diese Zahl um mehr als die Hälfte reduziert.

Bereits seit einigen Jahren engagieren sich Polizei, Verkehrswachten und die Unfallkasse NRW gemeinsam mit der „NRW mit Gurt“-Aktion für das Anschnallen. Dabei kommen auch Spannbänder mit entsprechendem Aufdruck zum Einsatz. Besonders an stark befahrenen Straßen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich und erinnern die Fahrzeugführer an ihre Anschnallpflicht. Neben den Spannbändern werden Infoflyer – davon ein Teil in türkischer Sprache – bei der Aktion verteilt. Jedes Jahr werden die Autofahrer mit Spannbändern und Flyer an ihre Anschnallpflicht erinnert.
Darüber kommen seit Sommer 2007 bei Polizeikontrollen auch sogenannte Schockvideos zum Einsatz, die in drastischen Bildern die möglichen Folgen von Fahren ohne Gurt vor Augen führen.
In 2012 kamen 31 Fahrzeuginsassen bei Unfällen ums Leben, die nachweislich nicht angeschnallt waren. Im Jahr zuvor waren es noch 51 Verkehrsteilnehmer, die durch das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes zu Tode kamen.