Angebote für Autofahrer

Fahrsicherheitstraining (SHT)

Vollbremsung, Ausweichmanöver auf nasser Fahrbahn, Slalom und Kurvenfahrt – mit diesen und weiteren Übungen können die Teilnehmer eines Fahrsicherheitstrainings ihr Fahrzeug besser kennen lernen. Außerdem ermöglicht es ihnen, das eigene Verhalten in Gefahrensituationen zu überprüfen, zu hohe Risikobereitschaft zu hinterfragen und falsche Selbsteinschätzungen zu korrigieren. Die Resonanz auf die von der Verkehrswacht angebotenen Trainings ist überaus positiv. Dies belegt bereits die Anzahl der in 2007 durchgeführten SHT für PKW, die gegenüber dem Vorjahr um 275 auf 1.055 angestiegen ist. Die Teilnehmerzahlen stiegen ebenfalls von 9.457 auf 11.458 an. Eine ähnliche Entwicklung konnte bei den Trainings für Motorradfahrer beobachtet werden: Hier erhöhte sich die Zahl  von 134 auf 207. Die Zahl der Teilnehmer stieg von 1.424 auf 1.509.Mit dem Fahrsicherheitstraining steht der Verkehrswacht ein erprobtes und beliebtes Instrument zur Steigerung der Verkehrssicherheit zur Verfügung steht. Von den 28 Verkehrswachten in NRW, die ein PKW-SHT anbieten, verfügten in 2007 20 über einen festen Platz mit Installationen für das Training. Zwölf Wachten verfügten über eine Ausrüstung für mobile Trainings.

Auch die Berufsgenossenschaften machten in 2007 verstärkt Gebrauch vom SHT-Angebot der Verkehrswachten. Fast alle übernahmen für ihre Mitglieder die Kosten eines Trainings komplett oder teilweise. Bereits im Jahr 2006 hatte sich die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) dazu entschieden, ihren Mitgliedern Trainings anzubieten, die exklusiv von den Verkehrswachten durchgeführt wurden. Diese für fünf Jahre getroffene Entscheidung unterstreicht die hohe Akzeptanz, die die Verkehrswachten als SHT-Veranstalter genießen. Die beteiligten Wachten haben sich vertraglich verpflichtet, die von der VBG vorgegebenen Qualitätskriterien einzuhalten. Mittlerweile können sich die VBG-Mitglieder auf einer Internet-Präsenz mit Datenbank (www.vbg-fahrtraining.de) über das bundesweite SHT-Angebot der Verkehrswachten informieren und dort Trainings buchen.

Eine Übersicht über die SHT-anbietenden Verkehrswachten in Nordrhein-Westfalen bietet ein Flyer, der hier herunter geladen werden kann:

NRW mit Gurt

Wie notwendig die vom NRW-Innenministerium initiierte Kampagen „NRW mit Gurt“ ist, lässt sich an der Anzahl der durch die Polizei festgestellten „Gurtverweigerer” ablesen. 448.645 Fahrzeuginsassen wurden in 2008 ohne die lebensrettende Sicherung angetroffen, ein Plus von 7,2% gegenüber dem Vorjahr. Der Innenminister geht davon aus, dass 72 Menschen bei Unfällen im vergangenen Jahr nicht gestorben wären, wenn sie sich angeschnallt hätten.

 Das Innenministerium und die Verkehrswachten in NRW werden daher in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Information rund um den „Lebensretter Nr. 1“ legen. Mit neuen Plakate und Flyer werden Autofahrer an ihre Sicherungspflicht für alle Fahrzeuginsassen erinnert.

 

Bereits seit einigen Jahren engagieren sich Polizei, Verkehrswachten und die Unfallkasse NRW gemeinsam mit der „NRW mit Gurt“-Aktion für das Anschnallen. Dabei kommen auch Spannbänder mit entsprechendem Aufdruck zum Einsatz. Besonders an stark befahrenen Straßen ziehen sie die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich und erinnern die Fahrzeugführer an ihre Anschnallpflicht. Neben den Spannbändern werden Infoflyer – davon ein Teil in türkischer Sprache – bei der Aktion verteilt. Auch in 2009 werden die Autofahrer mit Spannbändern und Flyer wieder an ihre Anschnallpflicht erinnert werden.
Darüber kommen seit Sommer 2007 bei Polizeikontrollen auch sogenannte Schockvideos zum Einsatz, die in drastischen Bildern die möglichen Folgen von Fahren ohne Gurt vor Augen führen.

 

Im Oktober werden in den Meisterbetrieben der KfZ-Innung kostenlose Lichttests durchgeführt (Foto: ProMotor)
Lichttest – sehen und gesehen werden

Im Jahr 2006 feierte der „Lichttest” sein 50-jähriges Bestehen. Die Initiative, die die KfZ-Innung durchführt und von den Verkehrswachten in NRW unterstützt wird, soll die Autofahrer motivieren, ihre Fahrzeugbeleuchtung zu Beginn der ’dunklen Jahreszeit‘ überprüfen zu lassen. In den Meisterbetrieben der KfZ-Innung können PKW-Fahrer im Oktober einen Lichttest kostenlos durchführen lassen.

Knapp 64% der überprüften PKW erhielten in 2008 die bekannte Plakette, die kontrollierenden Polizeibeamten signalisiert, dass sich der Fahrzeughalter freiwillig um die korrekte Lichtanlage bemüht hat. Trotz des vergleichsweise guten Ergebnissen mahnten das Deutschen KfZ-Gewerbe und die Verkehrswacht vor Nachlässigkeit. Denn auf den PKW-Bestand hochgerechnet, seien bei einer Mängelquote von 36% etwa 16 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Die genauen Ergebnisse können auf der Website von Lichttest nachgelesen werden.

 

Winterreifen – sicher von Oktober bis Ostern

Bereits bei einer Temperatur von sieben Grad Celsius bieten Winterreifen auch auf trockenen Straßen ein deutliches Plus an Sicherheit gegenüber Sommerreifen. Daher sollte man auch in Gegenden, in denen selten mit Schnee und Eis zu rechnen ist, ab Oktober Winterreifen aufziehen. Die Reifen, die mindestens eine Profiltiefe 4 mm aufweisen müssen, sollte man bis Ostern fahren. Weitere Informationen zum Thema Winterreifen finden Sie auf der Homepage der Initiative ’Pro Winterreifen‘.

 

Die Verkehrswachten in NRW unterstützen die Initiative mit Spannbänder, Info-Flyer und weiteren Materialien. Einige Verkehrswachten führen Bremstests mit Sommer- und Winterreifen durch, um den Unterschied ’erfahrbar‘ zu machen.

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