„Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ – Anti-Raser-Kampagne gestartet
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Düsseldorf, 8. Januar 2010. „Zu schnelles Fahren ist Ursache Nr. 1 für tödliche Unfälle“, erläuterte Innenminister Dr. Ingo Wolf am 8.1. beim Start der neuen landesweiten Anti-Raser-Kampagne in Düsseldorf. Sie steht unter dem Motto „Komm gut an! Sieger rasen nicht!“ und wird von der Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann unterstützt. Auf Flyern und Plakaten ist das Konterfei der beliebten Sportlerin aus Nordrhein-Westfalen abgebildet. Sie hatte sich spontan bereit erklärt, die Kampagne zu unterstützen: „Genau wie im Sport muss man sich im Straßenverkehr an die Regeln halten und fair bleiben“, so die Olympia-Siegerin. „Mit Raserei hat niemand eine Chance. Damit gefährdet man sich und andere. Nur mit Besonnenheit schafft man es zum Sieg und ans Ziel.“ Die Verkehrswachten in NRW werden sich an der Kampagne, die das ganze Jahr durch Aktionen unterstützt werden wird, mit dem Aushang von Spannbändern und Plakaten sowie dem Verteilen von Flyern beteiligen.
Im vergangenen Jahr starben laut Innenministerium nach den bisher vorliegenden Zahlen weniger als 620 Menschen bei Verkehrsunfällen in NRW. Bei 226 Getöteten wird als Ursache zu hohe Geschwindigkeit angegeben. Damit wäre jeder dritte Verkehrstote Opfer von Raserei geworden. Im Jahr 2008 waren es noch 687 Menschen, die ihr Leben bei einem Verkehrsunfall verloren hatten.
„Rasen bedeutet nicht nur mit 150 km/h über die Landstraße zu fahren. Rasen ist auch zu schnell an Schulen und Altersheimen zu sein“, so Minister Wolf. „Und wer mit 80 km/h bei Eis und Nebel auf der Autobahn unterwegs ist, gefährdet sich und andere.“ Auch müsse man immer die Faustregel berücksichtigen, laut der sich bei doppelter Geschwindigkeit der Bremsweg vervierfacht. „Dort, wo man mit 30 km/h, beispielsweise an Kindergärten, bereits zum Stehen kommt, fängt man mit 50 km/h erst an zu bremsen“, so Wolf.
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